Sonntag, 24. Juni 2007

Singapur - die Mariahilferstrasse Asiens

Man stelle sich die Mariahilferstrasse vor. Gut - das geht ja noch. Nun stelle man sich die Mariahilferstrasse mit einer Breite von 23km und einer Laenge von 42km vor. Ja, das ist Singapur. Ueberall wo man hinschaut nur Einkaufscenter; noch dazu mit aeusserst liberalen Oeffnungszeiten (teilweise 24/7), was das Einkaufen aeusserst angenehm macht, vorallem fuer Touristen, die an einem Sonntag wo ankommen. Diese Aussage lasse ich mal so fuer eine Diskussion ueber eine liberalere Ladenzeit bei uns so im Raum stehen...

Heute ging es zunaechst kurz durch mein Little India. Zufaellig durfte ich eine Zeremonie (keine Ahnung, was es war; am Schluss wurde Obst und bissl Stoff verbrannt - wer weiss, was das war: wuerde mich auch interessieren) miterleben.

Danach ging es mit der Metro ueber die Orchard Road nach Chinatown. Die Metro in Singapur ist mit einem Flughafen zu vergleichen. Steigt man in Indien ein, kommt man nach dem Duty Free (Orchard Road) in China an.

Die Orchard Road ist das Mekka eines jeden Kaufsuechtigen. Ist Singapur nicht schon alleine voll genug mit Einkaufszentren, so muss es dennoch die Orchard Road geben. Diese 2,5km (!) lange Strasse besteht NUR aus Einkaufszentren. Ein Einkaufszentrum neben dem anderen, jedes einzelne in einer Groesse, wo die Lugner City nur schwer - wenn ueberhaupt (eher Donauzentrum) mithalten kann. Bei der Qualitaet kann die Lugner City ohnehin einpacken. Tiffany neben Swarovski neben MGO neben Benetton neben ... Es gibt hier nichts zu kaufen, was es nicht gibt.

Vor lauter Depression, dass ich nichts einkaufen kann, da ich nicht soviel herumschleppen will (ausserdem nicht unbedingt sooo viel billiger, aber doch...), mache ich mich auf nach Chinatown. Und obwohl ich noch nie in China war, kann ich dennoch behaupten, dass hier alles so ist wie in China... In den chinesischen Geschaeften bekommt man alles, was das Herz begehrt (wenn man auf Antilopenhoerner der Gesundheit wegen steht...). Ein Spaziergang durch die Gassen erspart mir das muehevolle Bekraxeln der chinesischen Mauer (wird aber auch mal drankommen).


Danach weiter zur Riverside und in den viktorianischen Teil von Singapur, wo Sir Russel (der Gruender von Singapur) 1819 zum ersten Mal das Land betrat (damals hatte Singapur 150 Einwohner). Nach dem Nachtmal noch schlendern an der Riversideflaniermeile bis es dann wieder heimwaerts ins lebhafte Little India ging.

Bis bald,
Basti

PS: Bilder von gestern aktualisiert
PPS: Hier gibt es keine bis kaum Internetcafes, weiss nicht, ob ich morgen was schreibe. Uebermorgen bin ich sowieso schon in Sumatra. Und ob es dort Internet gibt...

Also bis vielleicht bald,
Basti

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