Samstag, 23. Juni 2007

Singapur - die Schweiz Asiens

Gestern Bangkok - heute Singapur. Mein Gott; leben wir in einer schnellen Welt...

Aber alles der Reihe nach:
Gestern also zur ersten Anprobe bei meinem indischen Schneider. Die Anzuege schauen super aus. Naja, eigentlich habe ich noch nicht viel gesehen, da ich ein Stueck Stoff angezogen bekam, wo man mit viel Fantasie ein Sakko erkennen konnte. Ganz ohne Aermel, Knoepfe, Taschen, ... Hier wurde noch eine Nadel reingesteckt, dort mit Kreide paar Striche gezogen... Man darf gespannt sein. Nachher noch zu einem legalen Abstecher in die Patpong Road.

Heute stand am Vormittag ein gemuetlicher Spaziergang durch die Non-Tourists-Einkaufszentren von Bangkok am Programm. Zu Mittag mit dem Taxi zum Airport. Da ploetzlich (ich hatte zum Glueck schon sicheres Flughafendach ueberm Kopf) ein wirklich heftiges Unwetter ueber Bangkok hereinzog, verspaetete sich mein Flug um eine Stunde.

Um 21oo (wieder Uhr um eine Stunde nach hinten stellen) bin ich dann in Singapur gelandet und habe mich gleich strafbar gemacht, da ich nicht widerstehen konnte und Kaugummi importiert habe. Zum Glueck haben sie mich nicht erwischt. Hier sind sie aber allgemein ziemlich streng: nur bei Zebrastreifen oder Ampeln darf man Strassen ueberqueren; Spucken verboten; wehe man vergisst das Runterspuelen in oeffentlichen Toiletten (keine Sorge - da wuerde ich mich sogar bei uns nie strafbar machen); das Ueberziehen der Visazeit wird sogar mit der Pruegelstrafe bestraft. Dafuer ist die Stadt wirklich sauber, kann man nichts sagen.

Dass Singapur zu den reichsten Laendern/Staedte der Welt gehoert, konnte ich schon bei der Taxifahrt vom Flughafen feststellen. Das Taxometer begann bei einem Betrag zu laufen, den man in Bangkok nach einer mehrtaegigen Stadtrundfahrt zahlen muss (trotzdem noch etwas billiger als bei uns). Die Taxis bieten den Gaesten dafuer hinten wirklich Beinfreiheit. Asiaten koennten hinten in aller Ruhe schlafen (der Laenge nach). Auch sieht man - im Gegensatz zu Bangkok - keine alte oder schmutzige Autos. Waere ich mit meinem Golf in Bangkok noch "The King of the Streets", duerfte ich hier wohl nicht einmal die Grenze passieren.

Mein Hotel liegt mitten im indischen Viertel. Singapur ist ein Mischmasch von vielen Voelkern unterschiedlichster Kulturen. Ein jedes Voelkchein lebt brav in seinem Viertel. Selbst im Chinaviertel wohnt man je nach Provinzherkunft in der jeweiligen Strasse. Ich bin also nun im indischen Teil gelandet (8% der Bevoelkerung Singapurs sind Inder). Obwohl ich noch nie in Indien war, kann ich dennoch behaupten, dass hier alles so ist wie in Indien. Nur Inder in indischen Gewaender essen in indischen Lokalen und kaufen in indischen Geschaeften ein... Hier konnte ich sehr gut original indisches Essen geniessen - echt lecker.

Mein Zimmer hat zwar kein Fenster, dafuer aber einen Flachbildfernseher (ein anderer haette nicht Platz gehabt); ist sauber und nett - was will man mehr?

Bis bald,
Basti!

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