
(Bild: mein Zimmer vom Bett aus betrachtet - inkl. Petroleumlampe)
Vor drei Tagen ging es also auf in den Dschungel.
Zuerst hiess es aber aus der heissen und stickigen Millionenmetropole Medan zu entkommen. Sollte der "Lonely Planet" wirklich die Bibel aller Rucksacktouristen sein, waere es an der Zeit, sich nach einer anderen Religion umzuschauen. Im 1/2-Stunden Takt fahren die Busse nach Bukit Lawang, heisst es dort. Den richtigen Bus am Busbahnhof gefunden, hiess es fuer mich allerdings zwei Stunden in der groessten Mittagshitze auf die Abfahrt zu warten, da in Indonesien Busse nicht nach Fahrplan fahren, sondern es erst losgeht, wenn der Bus voll ist (wirklich bummvoll: 5-6 Plaetze pro Reihe, doppelt so viele Reihen wie in europaeischen Busse, und ja: im Gang wird natuerlich auch noch gestanden). Der Weg nach Bukit Lawang erweckte Erinnerungen an die Reise nach Angkor in Kambodscha; es dauerte dafuer bloss drei Stunden.
Bukit Lawang ist das absolute Ende der Zivilisation, dafuer der Anfang einer komplett anderen, unberuehrten Welt. Das Dorf liegt an einem kleinen Fluss. 2003 erfasste eine Flutwelle das Dorf und riss es mit sich (280 Tote). In einem meiner Reisefuehrer existiert dieses Dorf nicht mehr; es wurde allerdings mittlerweile teilweise wieder aufgebaut. Bukit Lawang ist also wirklich die letzte Aussenstelle, bevor der Dschungel anfaengt. Gemeinsamie mit Jackie und Richard, zwei Englaender, die ich im Bus kennengelernt habe, bezog ich Quartier im "Jungle Inn". Nomen est omen. Es ist noch nach Bukit Lawang und wirklich das allerletzte Haus der Zivilisation. In der Nacht gab es bloss Petroleumlicht, ... Vom Fenster aus nichts als Dschungel (incl. kleinem Wasserfall).
Bilder folgen
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