Mit dem Boot ging es (sehr) frueh bei hohem Wellengang hinaus auf noch hoehere See. Nach einer Stunde (vorbei bei imposanten Felsen und Klippen) die Nachbarinsel erreicht, wo wir beim Manta-Point auch gleich ins Wasser huepften. Da wir wirklich frueh weggefahren sind, waren wir alleine - als wir aus dem Wasser wieder herauskamen, sind gerade drei weitere Boote voll mit Tauchern gekommen.
Kurz zum Manta-Point hingeschwommen - es handelt sich hierbei um einen grossen Felsen unter Wasser - und dort nichts getan, ausser eine Stunde lang gestaunt. Und das dafuer nicht schlecht.
Denn da kamen fuenf riessige Mantas daher (die beiden groessten hatten eine Fluegelspannweite von 6 und 6,5 Meter - Zahlen nicht von mir erfunden, sondern vom Diveguide!). Es waere beleidigend zu sagen, Mantas seien grosse Rochen. Nein - Mantas sind naemlich Mantas. Sie fliegen im Wasser - nein: sie schweben im Wasser herum wie uebergrosse Geister. Sie kommen zu dieser Stelle, da sie hier Ihre Morgentoilette von den Putzerfischen bekommen. Anschliessend nehmen sie dann noch ein Bad in den Luftblasen der Taucher. Dafuer schweben sie wirklich dicht (absolut dicht - bis ca. 50 cm) an einen heran. Da schweben sie knapp ueber Dich hinweg, machen eine langsame Kurve, kommen in Augenhoehe zurueck auf Dich zugeflogen und kurz bevor sie bei Dir anstossen, drehen sie mit einer sanften Bewegung wieder ab. Einfach einmalig. Ueber Dir - neben Dir - unter Dir! Man hat teilweise den Eindruck, dass sie nicht fuer uns, sondern wir fuer sie hier die Attraktion sind.
Meine Plastikeinwegunterwasserkamera funktionierte diesmal (gestern bei Haien leider nicht, da wir auf 30 m Tiefe waren - heute bloss auf 12 m), doch habe ich sie schon bei den ersten Mantasichtungen voll-beeindruckt ausgeknippst, sodass ich keine Bilder machen konnte, als diese Kreaturen so wirklich nah an einen heranschwebten.Alleine dieser Tauchgang war es Wert, einen Tauchschein gemacht zu haben.
Denn letzten Tauchgang dann noch einmal Stroemungstauchen gemacht ehe ich wieder am Land meine Wurzeln aufschlug. Sowohl mein Taucherherz, als auch meine Reisekasse weinten aus tiefstem Herzen, als ich mich von der Tauchbasis verabschiedete (und vorher noch zahlen musste) - es hat sich aber absolut ausgezahlt.
Jetzt wird meine Taucherbrille wieder etwas weiter unten im Rucksack eingepackt, da es morgen ins Inselinnere geht, wo ich noch balinesische Kultur schnuppern werde, bevor es dann schoen langsam heimwaerts geht.
Bis bald,
Basti!
1 Kommentar:
hast du auch manta-fahrer gesehen? lg oli.
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